Waldhonig

Honig

Die Kunst der Bienen, Honigtau von Nadel- und Laubbäumen in herrlich süßen Honig zu verwandeln, sorgt seit jeher für Bewunderung. Für den Hunk mit dem Gütesiegel „Qualität Tirol“ sammeln die fleißigen Bienen der heimischen Imker in den Wäldern Tirols feinen Honigtau und veredeln ihn zu dieser ganz besonderen Köstlichkeit.

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Kräftiger Waldhonig
Im späteren Frühjahr, wenn das Blütenangebot auf den Wiesen und Feldern weniger wird, fliegen die Bienen in den Wald. Dort sammeln sie Honigtau und verwandeln ihn zu kräftigem, goldbraunen bis rotbraunen Waldhonig. Honigtau ist ein süßer Saft der Blätter bzw. Nadeln, den Blattsauger absondern. Im Gegensatz zum Blütenhonig behält Waldhonig bei kühler Lagerung seine typische, zähflüssige Konsistenz.

 

Brot, Butter und Hunk
In manchen Regionen Tirols, wie z.B. in der Wildschönau, wird Honig in der Mundart als Hunk bezeichnet. Bauern, die Bienen betreuten, genossen größte Wertschätzung. So war ein Erbhofbauer ohne Bienen nur eine halbe Sache. Besonders für Kinder galt, wenn du groß und stark werden willst, dann „iss a Hunkbutterstuck wia a Truchenluck“. Dieser Ausspruch bedeutet: Wer groß und stark werden will, muss ein großes Stück Brot mit viel Butter und Honig essen. In jedem Bauernhaus stehen oder standen Truhen für die Vorräte, für das Leinen, für das Saatgut. Diese Truhen haben stets einen schweren Deckel, der als „Luck“ bezeichnet wird. Der hohe Stellenwert des Honigs wurde auch beim Empfang von Gästen unterstrichen. Besonderer Besuch wurde immer mit Aufwartungen empfangen. Häufig gab es warme Milch und dazu: Brot, Butter und Hunk.

 

Der Weg zum Hunk
Bis ein Glas Honig abgefüllt werden kann und in das Regal kommt, ist es ein weiter Weg: Die fleißigen Bienen fliegen zu den Bäumen oder Blüten, nehmen dort Honigtau oder Blütennektar auf und transportieren diesen in den Bienenstock. Die Stockbienen setzen dem süßlichen Saft weitere wertvolle, bieneneigene Stoffe hinzu. Dabei dicken sie den Honigtau bzw. den Blütennektar ein und lagern ihn in den Zellen der Honigwaben zwischen. Wenn der Honig den optimalen Wassergehalt erreicht hat, wird er mit einer Wachsschicht überzogen. Der Honig ist reif und bereit zur Ernte. Bei der Ernte nimmt der Imker vorsichtig die vollen Waben aus den Bienenstöcken, entfernt die Wachsschicht und gibt die Waben in die Schleuder. Nun liefert der Imker den Honig zur Imkergenossenschaft. Dort wird eine Probe gezogen und zur Qualitätssicherung in ein Labor geschickt. Nur wenn der Honig die strengen Qualitätsanforderungen von „Qualität Tirol“ erfüllt, erhält er das Gütesiegel und darf als Hunk verkauft werden.

 

Kraft des Honigs
Eine alte Volksweisheit besagt, mit Honig gesüßter Tee hilft gegen Erkältungen und stärkt die Widerstandskraft gegen grippale Infekte. Wichtig ist, dass der Honig erst nach dem Abkühlen des Tees auf ca. 40 C° zugegeben wird. Doch Honig kann noch viel mehr. Das zeigt eine Studie, die vom österreichischen Imkerbund 2006 in Auftrag gegeben wurde. Der tägliche Genuss von mindestens zwei Esslöffeln naturbelassenem Honig – wie dem Hunk mit dem Gütesiegel „Qualität Tirol‘“ – verbessert neben der Widerstandskraft gegen Infekte auch die Schlafqualität, hat einen positiven Einfluss auf die Verdauung und kann die Belastung des Körpers mit freien Radikalen senken. Als einziges Süßungsmittel enthält Honig eine Vielzahl verschiedener Kohlenhydrate. Das führt zu einer langsamen Zuckeraufnahme im Dünndarm. Dadurch werden Heißhungerattacken auf Schokolade o.ä. vermindert. Honig kann somit sogar beim Abnehmen helfen.

 

Wussten Sie schon, …?

… dass ein Bienenstock in den Sommermonaten bis zu 80.000 Arbeiterbienen beheimatet?

… dass eine Königin pro Tag bis zu 2.000 Eier legen kann?

… dass in einem Bienenstock das ganze Jahr über eine konstante Temperatur herrscht?

… dass für einen Tropfen Honig 100 Blüten an geflogen werden müssen?

… dass kristallisierter Honig durch ein Bad im warmen Wasser (max. 40 °C) wieder flüssig wird und dadurch keine Qualitätseinbußen entstehen?

 

Das jährliche Angebot an Honig schwankt je nach Witterung. Der Hunk ist eine regionale Rarität. Der Witterungsverlauf im Frühjahr und Sommer bestimmt wie viel Wald- und Cremehonig das ganze Jahr verfügbar ist.