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Freitag, 23. November 2018

Tiroler Schnapsprämierung 2018

Sensationelles Obstjahr spiegelte sich in den Gläsern wieder: Die besten Tiroler Brände und Liköre wurden gestern im Haus der Musik in Innsbruck ausgezeichnet.

Mit 118 teilnehmenden Betrieben und 582 eingereichten Proben zählt die Tiroler Schnapsprämierung zur den größten Regionalprämierungen Österreichs. Zum mittlerweile 24. Mal wurden gestern die besten Brände und Liköre ausgezeichnet und vier Landessieger gekürt.

Schnaps ist gleich Schnaps … von wegen! Bei der alljährlich stattfindenden Tiroler Schnapsprämierung zeigen die Brennerinnen und Brenner, dass für einen guten Edelbrand heute beste Rohstoffqualität sowie handwerkliche Perfektion Grundvoraussetzungen sind. Dank einer sensationellen Obsternte konnten die Produzenten dieses Jahr aus dem Vollen schöpfen: „Nach den letzten zwei Frostjahren mit großen Ernteeinbußen wird das heurige Sensationsjahr besonders in Erinnerung bleiben. Nicht nur mengenmäßig, auch qualitativ konnte erneut eine Steigerung erzielt werden und ich gratuliere allen Ausgezeichneten zu ihren hervorragenden Produkten“, freute sich LK-Präsident Josef Hechenberger.

Genussland Tirol

Mit rund 4.000 Brennerinnen und Brennern und einer erzielten jährlichen Wertschöpfung von knapp  20 Millionen Euro stellt die Erzeugung von Edelbränden eine wichtige Einkommensschiene für die Tiroler Landwirtschaft dar. Dabei brauchen die hervorragenden Produkte den internationalen Vergleich nicht zu scheuen: „Unsere Destillate und Liköre liegen im internationalen Spitzenfeld. Veranstaltungen wie die Schnapsprämierung tragen dazu bei, dass diese Qualität auch anerkannt wird“, so LH-Stv. Josef Geisler. Denn: „Tirol produziert hervorragende Lebens- und Genussmittel und unser Ziel muss es sein, diese optimal auf dem Markt zu platzieren. Gerade der Schnaps gilt durch verschiedene Initiativen, wie etwa der Schnapsroute, als Vorbild.“

Schnapsbrennen als „Formel 1“ der Obstveredelung

Für einen Spitzenplatz bei der Tiroler Schnapsprämierung bedarf es des perfekten Zusammenspiels von Technik, Können und Fingerspitzengefühl. Die vorentscheidende Rolle für das Resultat spielt die Auswahl des Obstes. „Nur gesunde, reife und saubere Früchte mit ausgeprägtem, sortentypischem Aroma und hohem Zuckergehalt können zu Edelbränden von höchster Qualität verarbeitet werden. Investiert man nur in ausgefeilte Geräte, wird man nie respektable Ergebnisse erzielen können“, ist sich LK-Obstverarbeitungsreferent Ulrich J. Zeni sicher. Für ihn steht fest: „Die Kunst der Brenner besteht nicht nur im Handwerklichem, sondern auch im Erkennen und Setzen von Trends. Ein solcher Trend ist beispielsweise die Rückkehr zu alten Sorten. So finden sich auch Erzeugnisse aus Quitten, Jostabeeren oder Ringlotten unter den prämierten Produkten!“ Generell hatte die Jury auch in diesem Jahr keinen leichten Job: 582 Proben von 118 teilnehmenden Betrieben galt es zu bewerten. Dabei war das Niveau der verschiedenen Liköre und Brände durchwegs hoch und es konnten 66 % der eingereichten Proben und 84 % der teilnehmenden Betriebe eine Auszeichnung erreichen.

Beste Rohstoffe

In Tal- wie in den Höhenlagen standen Kern-, Stein- oder Beerenobst heuer in vollem Ertrag. Der extrem reiche Fruchtbehang brachte die Bäume regelrecht an ihre Belastungsgrenzen. Nicht nur mengenmäßig, auch qualitativ war die heurige Ernte besonders: „Nach einer üppigen Blüte im Frühling folgte ein Bilderbuchsommer mit vielen Sonnenstunden. Der goldene Herbst vervollständigte das perfekte Obstjahr. Vollreife Früchte mit hohem Zuckergehalt bildeten somit die Basis für herausragende Brände und Liköre“, so LK-Fachbereichsleiter Wendelin Juen.

Ständige Weiterentwicklung

Die Landwirtschaftskammer Tirol ist Vorreiter bei der Weiterentwicklung der Prämierung und der Untersuchung von Bränden und Likören. In Zusammenarbeit mit Prof. Christian Huck von der Universität Innsbruck wurden die 582 eingereichten Proben erstmals mit einem topmodernen Nahinfrarot-Messgerät (NIR) analysiert. In Zukunft werden mit solchen Geräten der Alkohol- und Zuckergehalt sowie weitere, noch zu definierende Parameter kostengünstig, schnell und einfach gemessen. So erhalten die Brenner zusätzliche Inforationen über ihre eingereichten Proben. Die Nase vorn mit ihren Bränden hatten jedenfalls die Landessieger Florian Kranebitter, Arno Pauli und Markus Spitaler ebenso wie die Landessiegerin Beatrix Nöbl mit ihren Likören, wozu Wendelin Juen den wohl verdienten Siegern herzlich gratulierte.

Downloads:

Fotonachweis: dieFotografen

Pressetext (docx)

Pressetext (pdf)

Bild 1: Die Landessieger

Bild 2: Die Sortensieger

Bild 3: ausgezeichnete Brenner im Bezirk Imst

Bild 4: ausgezeichnete Brenner im Bezirk Innsbruck-Stadt / Land

Bild 6: ausgezeichnete Brenner im Bezirk Kitzbühel

Bild 7: ausgezeichnete Brenner im Bezirk Kufstein

Bild 8: ausgezeichnete Brenner im Bezirk Landeck

Bild 9: ausgezeichnete Brenner im Bezirk Lienz

Bild 10: ausgezeichnete Brenner im Bezirk Schwaz

 

Kontakt bei Rückfragen

DI Wendelin Juen (Fachbereichsleiter Spezialkulturen und Markt), Tel. (+43 664) 602 598 1501, wendelin.juen@lk-tirol.at

Ing. Ulrich J. Zeni (Referent für Obstverarbeitung und Pflanzenschutz), Tel. (+43 664) 602 598 1507, ulrich.zeni@lk-tirol.at

Kontakt Öffentlichkeitsarbeit:

Mag. Judith Haaser, Tel. +43 05 92 92-1050, judith.haaser@lk-tirol.at

 

 

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