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Tiroler Schnapsroute

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Jahrhunderte altes Kulturgut

Das Schnapsbrennen hat in Tirol eine jahrhundertelange Tradition. Fleiß, Hingabe und viel Wissen um das Kulturgut Schnaps haben die Tiroler Brenner weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Bei nationalen und internationalen Prämierungen sind die Tiroler Brenner immer im Spitzenfeld zu finden. Die
über 4.000 Brennrechte in Tirol zeigen,wie stark das Schnapsbrennen in Tirol verwurzelt ist. Auch wenn man heute die hochwertigen Edelbrände aus Tirol zu Recht in kunstvolle Flaschen füllt und in stilvollen Gläsern kredenzt, bleibt das „Stamperl Schnaps“ hierzulande auch weiterhin Ausdruck besonderen Miteinanders. „Der Edelbrand aus Tirol ist ein seit Jahrhunderten gewachsenes Kulturgut“, betont DI Wendelin Juen, Geschäftsführer der Agrarmarketing Tirol, „Mit einem ‚Stamperl Schnaps‘ wird man in Tirol willkommen geheißen, werden Freundschaften besiegelt, Feindschaften beendet, Erfolge gefeiert, Verträge geschlossen, gute Wünsche bekräftigt, Unpässlichkeiten kuriert und Seelenleid gelindert“, zeigt Juen die große Bedeutung von Schnaps auf.

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Regionale Besonderheiten

Unter den 41 Brennern der Tiroler Schnapsroute finden sich große Brennereien genauso wie kleinere. In jeder Region gibt es typische Obstbrände aber auch regionale Besonderheiten wie den Enzian im Tiroler Oberland, den Krautinger in der Wildschönau oder den Pregler in Osttirol. So kennt zum Beispiel jeder die Flachmannflasche mit dem blauen Enzian aus den Souvenirgeschäften. Wer allerdings meint, ihr Inhalt habe etwas mit dieser Pflanze zu tun, der irrt sich. Zum Brennen sind nämlich nur die Wurzeln des meist unbekannten langstieligen gelben, punktierten, braunen und roten Enzian zu gebrauchen. Der markante „Wildschönauer Krautinger“ trägt einen irreführenden Namen, da der Schnaps nicht aus Kraut gewonnen wird sondern aus dem Saft der weißen Stoppelrübe. Der Krautinger sieht rein äußerlich aus, wie jeder andere Schnaps auch. Der Geruch nach reifem Graukäse oder Krautblättern vor dem Verfaulen irritiert. Und nach dem ersten Schluck schrauben sich unglaubliche Geschmackskomponenten durch den ganzen Körper und setzen sich im Gehirn lebenslang fest.

Schnapsroute – jetzt buchen

Seit Jänner 2014 laden Sie 41 Tiroler Brenner ein, sich auf der Tiroler Schnapsroute über die Veredelung von Obst zu edlen Destillationen zu informieren. Bei der Wanderung durch den Obstgarten mit den Erklärungen, wie Obstbäume gepflegt werden, erleben Sie die Brennerei und schlussendlich den fertigen Schnaps hautnah und damit wie viel Herzblut hinter den Edelbränden steckt. Sie erfahren wie die besondere Klarheit, Fruchtigkeit und Reinheit der heimischen Brände zustande kommt und genießen beim Verkosten der Brände die hohe Qualität der Verarbeitung am eigenen Gaumen. Dazu kredenzen die Brennerinnen und Brenner außerdem eine kleine Jause.

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Buch 'Tiroler Schnapsroute'

Für alle Interessierten sind die Besonderheiten der Schnapsroute und der teilnehmenden Brenner in einem neuen Buch zusammengefasst. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit der Agrarmarketing Tirol, der Landwirtschaftskammer Tirol, der Tirol Werbung und dem Verein TirolObst. Auf den ersten Seiten des Buches sind alle teilnehmenden Brenner der Schnapsroute abgebildet. Gäste werden eingeladen in der Brennerei die Vielfalt der Brenner und die Handwerkskunst des Destillierens hautnah zu erleben. Für jeden Besuch in einer Brennerei bekommt man einen Stempel. Wer 12 Betriebe besucht hat, erhält eine Silbermünze als Geschenk. Diese Münze kann in einer der 41 Brennereien für eine gratis Führung und Verkostung eingelöst werden. Die Silbermünze kann auch gekauft und als besonderes Erlebnis verschenkt werden.

Das Buch 'Tiroler Schnapsroute' ist im Buchhandel und bei allen teilnehmenden Schnapsbrennern erhältlich.

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