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Freitag, 13. Oktober 2017

"Bewusst Tirol" - Prämierung 2017

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Bild 1: DI Wendelin Juen (GF Agrarmarketing Tirol), LH-Stv. ÖR Josef Geisler (Obmann Agrarmarketing Tirol), LH Günther Platter und Franz Hörl (WK Tirol) freuen sich über das Engagement der Hotellerie- und Gastronomiebetriebe sowie der Gastrogroßhändler

Innsbruck, am 12. Oktober 2017

„Bewusst Tirol“ ist die Auszeichnung für Gastronomen und Hoteliers, die in ihrer Küche verstärkt auf regionale Lebensmittel setzen. 179 Hotellerie- und Gastronomiebetriebe sowie 39 Gastrogroßhändler wurden bei der „Bewusst Tirol“ Prämierung 2017  im Silbersaal in Schwaz für ihr starkes Regionalitätsbekenntnis ausgezeichnet.

Tourismus und Landwirtschaft

 „Tirol steht für intakte Natur, heimatverbundene Menschen, Tradition und Bodenständigkeit. Mit dieser Initiative holen wir Betriebe vor den Vorhang, die ihre Gäste mit hochwertigen heimischen Produkten überzeugen und damit nachhaltig ein Bewusstsein für Qualität und Regionalität schaffen“, gratuliert LH Günther Platter und betont: „Die Tiroler Landwirte legen beim Erhalt und der Pflege unserer Kulturlandschaft nicht nur den Grundstein für die hohe Qualität der Tiroler Produkte. Sie sind es auch, die neben anderen Produzenten die ‚Schätze‘ unseres Landes mit hohem handwerklichen Geschick veredeln.“

Verlässliche Partner

„Sowohl bei den Konsumenten als auch in der Gastronomie ist Regionalität ‚in‘. Die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln steigt stetig. Gleichzeitig werden auch die Produzenten und Verarbeiter immer professioneller“, freut sich LH-Stv. Josef Geisler, Obmann der Agrarmarketing Tirol. Der Gastrogroßhandel sei gemeinsam mit den Direktvermarktern das Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Abnehmern. Insgesamt wurden heuer 39 Gastrogroßhändler für ihr starkes Regionalitätsbekenntnis ausgezeichnet. „Sie sind ein wichtiges Glied in der regionalen Wertschöpfungskette, das es weiter bewusst zu stärken gilt“, so Geisler. Denn die Zahl der ‚Bewusst Tirol‘-Betriebe nimmt zu. Bei Milch und Milchprodukten funktioniere die Zusammenarbeit bereits sehr gut. Im Fleischbereich – etwa beim Kalb- oder Lammfleisch – würden sich noch Möglichkeiten bieten.

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Bild 2: Die Bezirkssieger 2017.

Synergien in der Tourismuswirtschaft

„Investitionen in unsere touristischen Infrastrukturen und unter anderem höchster Standard bei Seilbahnen, sind Anforderungen der Gäste, denen wir gerne nachkommen. Genauso eine Anforderung der Zeit ist es, kulinarisch ein klares Bekenntnis zur Region und zu heimischen Produkten abzugeben. Wenn wir diese Einstellung in der Gastronomie und Hotellerie ehrlich leben, spüren das die Gäste – Einheimische wie Touristen. Konsumenten profitieren vom kulinarischen Angebot, Landwirte von der Abnahme ihrer Produkte. Das sichert Arbeitsplätze in der Region, stärkt die regionale Wertschöpfung und davon profitieren schlussendlich wir alle.“, betont Franz Hörl, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Tirol, und ausgezeichneter „Bewusst Tirol“ Betrieb.

Transparenz

Ein breites Spektrum von 3-, 4- und 5-Stern-Betrieben über Haubenlokale bis hin zum Tiroler Wirtshaus gehört zur erfolgreichen Gruppe „Bewusst Tirol“. Insgesamt werden heuer 179 Gastronomie- und Hotelleriebetriebe ausgezeichnet. 13 neue Betriebe sind seit letztem Jahr dazugekommen, 5 Betriebe sind aus dem Projekt aufgrund einer Umstrukturierung oder Schließung des Betriebes ausgetreten. 13 Betriebe konnten aufgrund eines zu geringen Einsatzes an regionalen Lebensmitteln heuer nicht ausgezeichnet werden“, erklärt DI Wendelin Juen, GF der Agrarmarketing Tirol und berichtet weiter: „Daran zeigt sich, dass Regionalität in den Köpfen der Köche oder Zuständigen für den Einkauf vorhanden ist und beispielsweise ein Kochwechsel große Auswirkungen auf die Philosophie eines Betriebes haben kann. „Bei den ausgezeichneten Betrieben wurde der Verbrauch von Milch und Milchprodukten aus Tirol ermittelt. Die teilnehmenden Gastronomie- und Hotelleriebetriebe haben ihre Zustimmung zur Datenabfrage bei ihrem Lieferanten gegeben. Bezirkssieger sind jene Betriebe, die im jeweiligen Beobachtungszeitraum die größte Menge an Tiroler Milch im Verhältnis zur ihrer Betriebsgröße und Auslastung bewegt haben. Für die Prämierung nächstes Jahr werden zudem Fleisch und veredelte Fleischprodukte in die Auswertung mitaufgenommen.“, freut sich Juen über die Weiterentwicklung im Projekt „Bewusst Tirol“.

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