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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Trend: Brutal lokal

Megatrend Regionalität geht in die nächste Runde.

 

Regionalität und Saisonalität bekommen ein schärferes Profil. Fallweise werden diese Begriffe leider in der Gastronomie und im Handel verwässert. Daher setzten Vorreiter zur Präzisierung den Begriff „brutal“ vor regional und lokal. Sie garantieren damit ihren Gästen Speisen aus Lebensmitteln, die ausschließlich aus ihrer unmittelbaren Umgebung kommen. Ihr radikaler Ansatz geht soweit, dass sie zum Würzen z.B. keinen Pfeffer verwenden, da dieser bei uns nicht wächst. Diese Pioniere punkten mit der Klarheit ihrer Botschaft, mit Transparenz und Glaubwürdigkeit - den Gästen gefällt’s.

Brutal schwierig

Der Einkauf von Lebensmitteln ist für Konsumenten mittlerweile extrem kompliziert. 1.000e Artikel stehen zur Auswahl. Fair Trade? Lange Transportwege, daher nicht nachhaltig genug. Bio? Aus Übersee, aus Industriebetrieben, vom kleinen Bauern nebenan. Joghurt? Handelsmarken, Heumilch, mit oder ohne Zucker… Selbst Konsumenten, die ganz bewusst einkaufen, verzweifeln oft. Eine Beschäftigung mit all den Themen kostet Zeit und Nerven, vor allem, wenn es um die Details geht. Ich gehe daher davon aus, dass in Zukunft immer mehr Konsumenten besonders Lebensmitteln aus ihrer näheren Umgebung ihr Vertrauen schenken, da diese Lebensmittel ihnen klare Antworten und Orientierung in der verwirrenden Vielfalt bieten.

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Kommentar

DI Wendelin Juen
Geschäftführer Agrarmarketing Tirol

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