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Donnerstag, 02. Juni 2016

Härte der Freiheit!

Große wachsen und verdrängen Kleinere, um zu überleben.

Die derzeitige Preis-Situation am Milchmarkt ist katastrophal. Die freie Marktwirtschaft zeigt ihre volle Härte. Große Milchbauern wachsen, wie auch ihre Verarbeitungsbetriebe. Sie dominieren den Markt und drücken die Preise. Sie müssen am freien Markt noch größer werden, um konkurrenzfähig zu bleiben. Kleine Betriebe brauchen und finden Marktnischen und werden mit alternativen Konzepten ebenfalls fortbestehen. Nischen bieten allerdings nur Platz für wenige Betriebe, niemals für die Mehrheit! Für die mittleren Betriebe, die große Masse, gibt es kaum ein Rezept. Dieses brutale Schicksal traf viele Sparten der Wirtschaft in der Vergangenheit.

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Schutz für Mittlere und Kleine

Ohne eine entsprechende Steuerung am freien Markt werden in Europa, in Österreich und in Tirol die großen Betriebe weiterwachsen und einige kleine Betriebe Nischen bedienen. So funktioniert freier Markt. Seine Gesetze treiben diese Entwicklung voran. Daher braucht es ein klares Bekenntnis und die erforderlichen Rahmenbedingungen für den Fortbestand kleiner Tiroler Betriebe. Diese erhalten in erster Linie die wertvolle Kulturlandschaft im sensiblen Tiroler Lebensraum. Der freie Markt und ein mögliches TTIP-Abkommen zeigen in eine andere Richtung. Mittlere und kleine Betriebe verdienen und brauchen einen besonderen Schutz!

 

Kommentar
Wendelin Juen
Geschäftsführer Agrarmarketing Tirol

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